Auenwalder Gewerbegeschichte(n) 6

Landgasthof Waldhorn, Alexander Munz

Hohnweiler Strasse 10, 71549 Auenwald - Däfern

 

Da kommt noch was!

Dass nach dem Sackgassen- und dem Ortsschild an der Zufahrt nach Däfern noch was kommt ist uns Auenwalder schon immer klar. Dass es dort, neben High-Tech-Bewegungstechnik, kulinarische Highlights gibt, wissen wir auch. Der Rest der Welt ist aber erst seit einigen Jahren dabei dies auch zu entdecken.

2006 beschrieb die „Stuttgarter Zeitung" Däfern, in einem Artikel über den gerade wiedereröffneten Landgasthof Waldhorn, als „am Ende der Welt" liegend. Im Jahre 2007 bezeichnete die „Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung" die Lage des Waldhorns schon viel anschaulicher als Idylle. Und heute ist die Ortsbezeichnung Auenwald - Däfern schon vielen Liebhabern guter Esskultur und gepflegter Gastlichkeit ein Begriff.

 

Zwei „Kochmützen" im „Grossen Restaurant und Hotel Guide", fünf „Pfannen" beim kulinarischen Reiseführer „Gusto", zwei Diamanten im „VARTA-Guide", vier Sterne bei „pointoo.de" und bei "restaurant-kritik.de" oder zwei „gekreuzte Bestecke" und einen „Bib Gourmand" bei „ViaMichelin" usw. – Die Auszeichnungen und Wertungen der Restaurantkritiker freuen Alexander Munz, sind aber nicht sein primäres Ziel. „Zufriedene Gäste" ist die Antwort auf die Frage nach seiner Intention. Willkommen sind im Landgasthof Waldhorn daher alle Menschen die Essen nicht nur als Nahrungsaufnahme und gute Küche als Kulturgut verstehen. Die Vereins- oder Privatfeier findet im Waldhorn genauso ihren Platz wie das Geschäfts- oder Familienessen. „Auch Kinder sind immer gerne gesehen" ist ein Teil der Firmenphilosophie, genauso wie das luftige „Sommerrestaurant" im Garten hinter den Gasträumen. „Spätzle werden bei uns immer handgeschabt sein" umschreibt nicht nur den Geschmacks – und Qualitätsanspruch sondern auch hohe handwerkliche Anforderungen an die Küche.

 

Bodenständig und weltoffen – beides haben Ute Wagner–Munz und Alexander Munz aus ihrer Vita, übersetzt als „heimische Küche und Exotik", in den Landgasthof Waldhorn eingebracht. Nach dem Besuch des Hölderlin-Gymnasium in Lauffen a. N. begann Alexander Munz seine Kochausbildung. 1990 wurde er baden-württembergischer Jugendmeister, Vierter der deutschen Meisterschaft und Mitglied der Jugendnationalmannschaft der Köche. Zwei Jahre später folgte der Sieg bei der „Olympiade der Köche" und 1993 gewann er mit der Mannschaft in Toronto die Weltmeisterschaft. Die Leidenschaft sein Können in Wettbewerben zu beweisen setzt sich bis heute fort. Aktuell errang Alexander Munz als Teamchef der Ausstellermannschaft der Meistervereinigung bei der „European Culinary Challenge 2010" in Luzern den 2. Preis.

Die Erfahrung zu solchen Leistungen sammelte Alexander Munz überwiegend in Vier- und Fünfsternehotels in der Schweiz, in Österreich und auf Jersey. Im Hotel Adula in Flims trafen die Lebenswege der Patissière Ute Wagner und des Kochs Alexander Munz aufeinander.

Seit 1999 ist Alexander Munz auch formell „Küchenmeister". Als Konditormeisterin verantwortet seine Frau die Patisserie. Auch der Service wird von ihr charmant und kompetent geleitet. Neben dem Angebot im Landgasthof Waldhorn selbst steht das Ehepaar mit seinem Team auch für exzellentes Catering.

Von seinem Lehrmeister August Kottmann hat Alexander Munz das Motto „nicht Gastronom sondern Gastgeber" übernommen. Und stellt der Genießer nach einem besonderen Menu im Waldhorn dem Gastgeber wieder einmal die berühmten Fragen nach Restaurantkritikern und „Sternen" winkt dieser lachend ab: „Ach wissen Sie, meine Frau ist meine grösste Kritikerin!" Falsch Herr Munz! Zuerst sind Sie und Ihre Mannschaft dem Urteil Ihrer Gäste ausgeliefert. Und die haben dem Landgasthof Waldhorn mit Gaumen, Magen, Herz und Verstand schon längst alle Sterne, Pfannen und Kochmützen von ganz Auenwald verliehen!

 

Otfried Jaus